Geburtstag oder Beerdigung?
Was feiern wir heute? Diese Frage stellte sich, während der Fusionsfeierlichkeiten am 3.Januar in St. Severin, wohl so manches Gemeindemitglied.
Alles begann mit der Verlautbarung unseres Bischofs Heinrich Mussinghoff, dass sich bis Januar 2010 unsere drei selbstständigen Pfarreien St. Barbara, St. Apollonia und St. Severin zu einer Pfarrei vereinigen sollten. Damit war der erste Schritt getan. Der erste Schritt, um viele rechtliche Dinge zu klären, neue gemeinsame Gremien zu wählen und viele Fragen zu stellen.
Der Gottesdienst zur Neuordnung der Gemeinden in Eilendorf-Rothe Erde wurde vom Liturgiekreis der drei Gemeinden vorbereitet. Herr Hoppe stimmte die Chöre auf diesen besonderen Anlass ein.
Mit sechs Priestern, dem Diakon, dem gesamten Pastoralteam, drei Lektoren und Messdienern aller drei Gemeinden war der Altarraum
schon gut gefüllt. Jugendchor, Kirchenchor, Band und Orchester gaben der Feier den würdigen musikalischen Rahmen. Zu Beginn rief das Lied „Von guten Mächten wunderbar geborgen“, im Chorsatz und mit Instrumenten begleitet, eine besondere Stimmung hervor. Es gab Zuversicht und Hoffnung auf eine gute Zukunft und war für den besonderen Anlass sehr hilfreich. Im Verlauf des Gottesdienstes wurden die „Lebensläufe“ der Pfarren St. Barbara und St. Apollonia verlesen. Anschließend wurden diese Texte in die Kirchenbücher der jeweiligen Pfarre eingelegt und von Pastor
In einer Zeichenhandlung trugen drei Gemeindevertreter große Kerzen vor den Altar. Diese waren geschmückt mit dem neuen Emblem der Gesamtpfarre St. Severin, das von unserer Gemeindereferentin
Die Kerzen wurden von Pfarrer Huben mit dem Friedenslicht entzündet und - zum Zeichen der Einheit - zu einer einzigen großen Flamme zusammengehalten. Spontaner Applaus der Gemeinde war die Reaktion darauf.
Nach der Schließung der Bücher wies Herr Quadflieg auf ein neues Buch hin: ein Fürbittbuch, das eigens zu diesem Anlass angeschafft und nun neu gefüllt werden soll. Gefüllt mit Bitten, aber auch guten Wünschen für die drei Gemeinden, die ab sofort nun eine Pfarrei bilden. Dieses Buch liegt weiterhin in der Severinskirche aus. Machen Sie bitte Gebrauch davon, und schreiben Sie dort hinein, was Ihnen am Herzen liegt.
Am Ende des festlichen Gottesdienstes lud Herr Harth alle Gemeindemitglieder zum Empfang ins Pfarrheim an der Marienstraße ein. Dort wurde in entspannter Atmosphäre, bei Sekt, Bier, Kaffee und belegten Brötchen, noch eine Weile die „neue“ Pfarre St. Severin gefeiert.
Hier möchten wir die Gelegenheit ergreifen, allen zu danken, die zum guten Gelingen der Fusionsfeierlichkeiten beigetragen haben. All den fleißigen Helfern sei ein herzliches „ Vergelt’s Gott“ gesagt.
Es wurde ein frohes Fest, obwohl der Anlass erst mal nicht viel Grund zur Freude gab. Wir stellen fest, dass das Zusammengehen der Gemeinden auch viel Positives birgt. Kräfte werden gebündelt, der Horizont erweitert und Verantwortung füreinander übernommen. Lasst uns in diesem Sinne den weiteren Weg miteinander gehen.

