Willkommen in Eilendorf und Rothe Erde

Christsein in der Minderheit

Am 22.Oktober 2011 verbrachten die Mitglieder des Pfarrgemeinderates, des Kirchenvorstandes und des Pastoralteams einen gemeinsamen Tag, um über die Zukunft unserer Gemeinden und des Glaubens in unserer Heimat zu beraten.

Im Verlauf des Tages beschäftigte sich eine Untergruppe auch mit der Frage, was es bedeutet, den Glauben an Gott und das kirchliche Leben weiterzugeben und zu pflegen, wenn die Gläubigen nicht mehr wie früher deckungsgleich mit der Mehrheit der Gesellschaft sind, sondern eine kleine Minderheit darstellen.

Die Gedanken, die uns dazu durch den Kopf gegangen sind, halten wir für so wichtig, dass wir Sie einladen möchten, sich auch mit unserer Minderheitensituation auseinander zu setzen und sich zu fragen, was sie für unser Christsein bedeutet. Für unser Gemeindeleben, aber auch für das persönliche Bekenntnis jedes einzelnen.

Dass wir als kirchlich gebundene Christen mittlerweile eine eher kleine Gruppe darstellen, die zunehmend an gesellschafts-politischer Bedeutung verliert, ist eigentlich kaum zu bestreiten. Deutlich wird dies etwa an der sinkenden Zahl der gespendeten Sakramente in Eilendorf und Rothe Erde. So wurden zum Beispiel im Jahr 2010 mal gerade 10 kirchliche Hochzeiten bei uns gefeiert; also im Schnitt weniger als eine im Monat. Dann: Offiziell leben in unseren drei Gemeinden auch über 10.000 Katholiken. Regelmäßige Gottesdienstbesucher sind aber, wenn wir ehrlich sind, bestenfalls rund 400-500, und das ist optimistisch!

Unsere Minderheitensituation ist also bereits heute und wohl auch schon seit längerer Zeit eine Tatsache. Die Frage ist aber, wie gehen wir als ehren- und hauptamtlich Verantwortliche in unserer Kirchengemeinde damit um?

Wollen wir an dem Anspruch festhalten, allen gerecht zu werden und immer mit allem, was wir tun, 100% der Leute erreichen?

Ist das in unserer Zeit überhaupt realistisch? Setzen wir uns damit nicht unnötig unter Druck? Und sind wir nicht immer zu sehr auf Quantität und zu wenig auf Qualität ausgerichtet? Hätte eine Minderheit, die nicht ständig damit hadert, Minderheit zu sein, nicht ganz andere Möglichkeiten, als eine Gruppe, die immer darauf schielt, wie groß sie denn ist? Oder ganz radikal: Ist es schlimm, eine Minderheit zu sein?

Bitte nicht missverstehen! Es kann nicht darum gehen, dass sich die Christen quasi mit ihrem Niedergang abfinden und der bösen Welt den Rücken kehren sollen! Im Gegenteil! Aber solange wir an den Ansprüchen vergangener Zeiten festhalten, sind wir immer in der Defensive. Wenn wir aber akzeptieren würden, dass wir wenige sind, wären wir nicht mehr zu fixiert, auf die, die wir im Moment „verloren“ haben. Könnte das nicht sehr befreiend sein und uns wieder in die Offensive bringen?

Ein Beispiel: Rund 200 Jugendliche wurden eingeladen, die Firmung zu empfangen. Angenommen hat dieses Angebot ca. nur ein Viertel. Wie viele von Ihnen reagieren nun spontan mit Frust und Enttäuschung über die hohe Zahl derer, die fernbleiben, statt sich über rund 51 junge Menschen zu freuen, die kommen? Sollte diese Gruppe nicht der Maßstab sein?

Einige von uns, die nicht im „katholischen“ Rheinland aufgewachsen sind, haben schon ganz andere Minderheitserfahrungen gemacht und könnten uns viel über kirchliches Leben und über mutige Bekenntnisse in einem kirchenfremden Umfeld erzählen.

Diaspora ist heute überall. Oder was meinen Sie? Wir jedenfalls würden gerne mit Ihnen ins Gespräch kommen. Gerne nehmen wir Ihre Rückmeldungen auf. Schriftliche Rückmeldungen werfen Sie bitte beim Pfarrbüro in den Briefkasten, emails senden Sie bitte an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! "> Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

M. Hermanns, N. Jakobowky, M. Lürkens,

J. Busch, K. Hohmann


 

Die nächsten Termine

Kinderchor
Donnerstag, 23.02.2012
ab 16:00 Uhr
Pfarrheim St. Severin
Jugendchor
Donnerstag, 23.02.2012
ab 18:30 Uhr
Pfarrheim St. Severin
Gottesdienst St. Apollonia
Donnerstag, 23.02.2012
ab 19:00 Uhr
Kirche St. Apollonia
Kirchenchor
Donnerstag, 23.02.2012
ab 20:00 Uhr
Pfarrheim St. Apollonia
Friedensgebet
Freitag, 24.02.2012
ab 18:30 Uhr
Pfarrkirche St. Severin
Gottesdienst St. Severin
Freitag, 24.02.2012
ab 19:00 Uhr
Pfarrkirche St. Severin
Messe in Berensberg
Samstag, 25.02.2012
ab 12:00 Uhr
Kehrbrücke, Eilendorf
Gottesdienst St. Severin
Samstag, 25.02.2012
ab 18:00 Uhr
Pfarrkirche St. Severin
Kinder- und Jugendgruppe
Samstag, 25.02.2012
ab 18:00 Uhr
Pfarrheim St. Apollonia
Gottesdienst St. Barbara
Sonntag, 26.02.2012
ab 09:00 Uhr
Kirche St. Barbara